Texte-Lounge
kreative, spirituelle und schamanische Texte

Vom Strom des Lebens, dem eigenen Fluss und der Magie des Wassers


Der Fluss

Hast du ihn jemals gefragt, ob er so fließen möchte? Vielleicht möchte er mehr Biegungen in seinem Flusslauf haben, weil die Ufer dort interessant und schön sind? Er kann nicht aus seinem Flussbett heraus, er kann nur über seine Ufer treten und dazu braucht er die Kraft der Elemente. Er hat sich über Jahrmillionen sein Bett selber gegraben, die Tiefe, die Länge, die Breite.

Er ist die Grundlage eines jeglichen Lebens an seinen Ufern, in seinem Wasser. Seine Verantwortung ist groß. Nur wer ihn mit den Augen der Liebe betrachtet, wird seine wahre Bedeutung und seine schöpferische Kraft sehen können. Der Fluss trägt weiter als bis zu seiner Mündung und sein Beginn ist weit vor seiner Quelle, aus der er entspringt. Unaufhörlich fließt sein Wasser, ein endloser Strom, in einer nicht enden wollenden Wildnis bis weit über alles Leben hinaus.

Sein Weg ist lang und er folgt dem Weg der Sehnsucht. Sein Antrieb sind die Gefälle, die ihn hinunterstürzen lassen, die Stromschnellen, die sein Wasser aufschäumen, sie lassen ihn jauchzen vor Freude. Und traurig fließt er dahin, wenn sein Wasser von Umwelt und Mensch getrübt wird. Sein Rauschen erzählt von Geschichten aus längst vergangener Zeit und seine Stille ist die Gegenwart.

Die Seele des Flusses ist die Seele der Menschen - aber das weiß nur der Fluss!