Texte-Lounge
kreative, spirituelle und schamanische Texte

Vom Frühjahrsputz, dem ersten Grün der Blätter, dem Herzchakra, der Sehnsucht nach Ferne, Weite und Freiheit


 

Die ersten Knospen bahnen sich ihren Weg in die Freiheit, wunderbar zarte Grüntöne, wohin immer ich schau und zwischendurch das leuchtende Gelb des Goldflieders.

Es wird Frühling, die Natur erwacht zum Leben. Das kundet das Singen der Vögel, das geschäftige Treiben der Eichhörnchen und die emsige Balz der Enten und Gänse auf den Seen und Teichen. Ein ganz bestimmter Duft liegt in der Luft und verwirrt die Sinne. Das Herzchakra öffnet sich, wird weit und weiter und all die frischen Eindrücke und Gefühle huschen hinein. Mit so guter Nahrung und Licht angefüllt, gelingt die Öffnung der anderen Chakren einfach und schnell. Sie wollen sich ausdehnen, haben Sehnsucht nach Ferne und Freiheit. Unser Raum ist überall, geht über all das hinaus, was wir mit unseren Augen sehen, mit unseren Ohren hören und mit unseren Händen greifen können. Das Herz kennt keine Grenzen, es kann sich unendlich ausdehnen und weiten. Oft gelangt es erst über den Schmerz zur Liebe und damit zu einer weiteren Ausdehnung. Ein Herz kann sich gar nicht genug weiten, im Herzen hat alles Platz. Raum und Zeit werden aufgehoben, jegliche Wertung erlischt – jetzt kann Großes geschehen. Über das Herzchakra ziehen wir das Chi, den Lebensfluss, in unseren Körper, in unseren Geist, in unsere Seele. Frühjahrsputz ist wichtig, damit der Strom des Lebens durch die geputzten Kanäle fließen kann. So wie der Baum, die Büsche und Sträucher das Chi aufnehmen und durch ihre Zweige und Äste leiten, so verbindet es uns Menschen mit der Schöpfung und dem göttlichen Prinzip. Intuition und Inspiration sind die Wegweiser, das Geschenk, das wir von dieser Verbindung bekommen. Reißt sie ab, fühlen wir uns unwohl, getrennt und werden manchmal sogar krank.

Der Frühling bringt die Lichtspeise zurück in das Lebensmuster der Natur. Die wärmenden Strahlen der Sonne drehen an den natürlichen Chakren und bringen sie zum Fließen. Die Elfen und Wichtel verlassen ihre Winterquartiere und werden wieder sichtbar. Sehen kann allerdings nur, wer mit dem Herzen schaut! Dem Herzchakra ist die Farbe Grün zugeordnet. Nicht umsonst öffnet sich die Natur in unzähligen Grüntönen, so als wolle sie mit jeder Nuance einen neuen Herzton erzeugen. Mit dem Herzen hören? Ja, das geht! Lausche den Stimmen der Tiere, dem Rascheln der Blätter, dem Flüstern der Blumen und Pflanzen, dem Rufen der Kräuter, dem Gurgeln des Baches und dem Rauschen des Meeres. Und lausche der Stimme deines Gegenübers, höre mit dem Herzen zu und du wirst Dinge erfahren, die dir sonst verborgen geblieben wären. Nur über das Herz gelangst du an die Weisheit des Universums und wirst davon gespeist.
Darauf kannst du dich verlassen – immer!