Texte-Lounge
kreative, spirituelle und schamanische Texte

Spüre die endlosen Weiten

Mein ist die Prärie, die Steppe, die Weite des Horizonts, die Wildheit des Windes, der durch meine Mähne fährt und das ungebändigte Galoppieren, bis der heiße Atem aus meinen Nüstern, mich wieder Boden unter meinen Füßen spüren lässt.



Verbunden mit der Kraft der Erde wird ein Zaum nur einfangen, versuchen zu zähmen, aber das Ungestüme in mir wird er niemals bändigen. Das ist meine Seele, mein ureigenster Kern, den man nur in Freiheit berühren kann. Immer dann, wenn du eine Fessel anlegst, bedenke, dass du an das andere Ende gebunden bist. Nur aus dem freien Raum in meinem Herzen, werde ich zu dir kommen, meine weiche Nase in deiner Handfläche reiben und deinen Körper auf meinem Rücken dulden.

Frei sein für das Leben heißt, sich selbst zu vertrauen, zu wissen, das ist mein Weg. So wie das Geschöpf, das gemäß seiner Natur, die Weiten seiner selbst durchläuft und nur anhält, um Kraft zu tanken und aufzunehmen, was es für seinen Trab benötigt.

Stolz wirft es den Kopf zurück und steigt zu seiner vollen Größe und Schönheit auf. Tu` es ihm gleich und die ganze Pracht deines Wesens kann sich zeigen.


Edel mutet das Bild an, wenn es geerdet und mit leicht gesenktem Kopf mit den Hufen scharrt. Als würde es etwas suchen? Bevor es wieder der geraden Linie des Horizonts folgt und aus deinem Blick verschwunden ist.

Begegnet dir ein Edelstein, so wird er dich anstrahlen und du hast das Gefühl, dich verneigen zu wollen. Edel - nur ein Lebewesen, welches frei ist, erscheint dir so. Frei in seinem Denken und in seinem Handeln!

Nur du alleine kannst deine Form vollenden und die endlosen Weiten der Steppe werden dich bis weit über den Horizont hinaus geleiten.