Texte-Lounge
kreative, spirituelle und schamanische Texte

Vom Ruf der Gezeiten, der Stimme des Meeres und dem Vertrauen - einfach zu Sein

 


Ebbe und Flut, gesteuert vom Nachtgestirn, bedeuten Überfluss auf der einen Seite und Mangel auf der anderen Seite. Im Wechselspiel der Gezeiten ist Dein Los vielleicht gerade die Flut, genieße jeden Augenblick, morgen schon kann Dich die Ebbe wieder mit ins Meer ziehen und Du musst Dein Strandgut zurücklassen.

Mehr Wasser als Erde beherrscht unseren Planeten. Salzwasser, nicht zum Überleben für uns Menschen gedacht. Die Evolution hat uns dafür nicht mit dem Notwendigen ausgestattet. Dem Ozean ist es egal, ob wir sein Wasser trinken können oder nicht. Er schäumt es auf zu Strudeln und zu turmhohen Wellen. Nein – er will uns keine Furcht lehren, aber Demut, nicht dort zu weilen, wo wir nichts verloren haben. Die Natürlichkeit von Grenzen und Raum respektieren und die Stimme des Meeres hören, das Brechen der Wellen am Strand, die sanfte Brise, die mit unseren Ohren spielt und seine Wut, wenn es tobt, der Orkan, der selbst dem Kreischen der Möwen Einhalt gebietet.

Die Schätze des Meeres kannst Du niemals bergen. Du kannst Nahrung erhalten in Überfluss, aber das Wasser wird Deinen Durst nicht löschen. Das System ist klug, es ist so klug, dass Du der Verlierer sein wirst, sobald Du Dich mit ihm anlegst. Das System unterliegt den Naturgesetzen, es gibt nichts Mächtigeres! Mit jeder Welle, mit der das Wasser weiter in Deinen Lebensraum dringt, wirst Du Dich daran erinnern. Außer Dir selbst kannst Du niemanden zur Rechenschaft ziehen.

Das Meer will nichts zerstören und nichts festhalten, das Meer IST einfach. Wir laufen aufgestellten Werten hinterher und vergessen dabei - zu SEIN.

Würdest Du Dich dem Ozean anvertrauen und auf dem Pendel der Gezeiten mitschwingen, wärst Du immer im JETZT, immer bei DIR.